Rundreise Irland: Route für 10 Tage
Kurz gesagt
Die klassische 10-Tage-Rundreise durch Irland führt von Dublin über Glendalough und Kilkenny nach Cork und Kinsale, rund um den Ring of Kerry, zu den Cliffs of Moher, nach Galway und Connemara und zurück nach Dublin – rund 1.260 km mit dem Mietwagen im Linksverkehr. Die längste Etappe ist Clifden–Dublin mit 3,5 Stunden reiner Fahrzeit. Beste Reisezeit ist Mai bis September.

Irland ist klein genug, um es in zehn Tagen einmal zu umrunden, und abwechslungsreich genug, dass jeder Tag anders aussieht: Klosterruinen in den Wicklow Mountains, mittelalterliche Städte im Süden, die Halbinseln von Kerry, die Steilküste von Clare und die leere Weite von Connemara. Diese Route ist eine Runde ab und bis Dublin, mit höchstens dreieinhalb Stunden Fahrt pro Tag.
Die Route auf einen Blick
| Tag | Etappe | Strecke | Reine Fahrzeit |
|---|---|---|---|
| 1–2 | Dublin | – | – |
| 3 | Dublin → Glendalough → Kilkenny | 157 km | ca. 2:30 h |
| 4 | Kilkenny → Rock of Cashel → Cork | 153 km | ca. 2:05 h |
| 5 | Cork → Kinsale → Killarney | 132 km | ca. 1:55 h |
| 6 | Ring of Kerry (Rundfahrt ab Killarney) | 172 km | ca. 2:40 h |
| 7 | Killarney → Cliffs of Moher → Doolin | 196 km | ca. 2:50 h |
| 8 | Doolin → Burren → Galway | 72 km | ca. 1:15 h |
| 9 | Galway → Kylemore Abbey → Clifden | 97 km | ca. 1:30 h |
| 10 | Clifden → Dublin | 284 km | ca. 3:30 h |
Fahrzeiten: Routenberechnung auf Basis von OpenStreetMap, ohne Pausen. Auf schmalen Landstraßen zwischen Steinmauern, hinter Traktoren und mit Fotostopps solltest du rund ein Drittel mehr einplanen.
- Dublin
- Glendalough
- Kilkenny
- Cashel
- Cork
- Kinsale
- Killarney
- Cahersiveen
- Waterville
- Kenmare
- Cliffs of Moher
- Galway
- Kylemore Abbey
- Clifden
Kartengrundlage: Natural Earth
Tag 1–2: Dublin
Zwei Tage in der Hauptstadt sind ein guter Auftakt, bevor es aufs Land geht. Im Trinity College liegt das Book of Kells in der Alten Bibliothek, über die Ha'penny Bridge kommst du ins Kneipenviertel Temple Bar, und am Rand der Innenstadt erzählt das Guinness Storehouse die Geschichte des Stouts. Den Mietwagen holst du am besten erst am dritten Tag ab – in Dublin brauchst du ihn nicht, und Parken ist teuer.
Tag 3–4: Wicklow, Kilkenny und Cashel
Südlich von Dublin beginnen die Wicklow Mountains. Im Tal von Glendalough liegen die Reste einer frühmittelalterlichen Klostersiedlung mit Rundturm zwischen zwei Seen; Wanderwege führen am oberen See entlang. Am Abend erreichst du Kilkenny mit seiner Burg am Fluss Nore und der „Medieval Mile“ durch die Altstadt.
Am vierten Tag liegt auf halbem Weg nach Cork der Rock of Cashel: Kathedrale, Rundturm und Kapelle auf einem Kalkfelsen über der Ebene, einst Sitz der Könige von Munster. In Cork lohnt ein Bummel durch den überdachten English Market.

Tag 5–6: Kinsale und der Ring of Kerry
Kinsale ist ein Hafenstädtchen mit bunten Häusern, guten Restaurants und der sternförmigen Festung Charles Fort; hier endet im Süden der Wild Atlantic Way, die ausgeschilderte Küstenroute entlang der Westküste. Am Nachmittag fährst du weiter nach Killarney am Rand des gleichnamigen Nationalparks mit Muckross House und den Seen von Killarney.
Der sechste Tag gehört dem Ring of Kerry, der Rundstraße um die Halbinsel Iveragh. Reisebusse fahren die Runde gegen den Uhrzeigersinn – wir auch, also früh losfahren, um nicht hinter ihnen zu hängen. Unterwegs liegen Cahersiveen, der Badeort Waterville und Kenmare, auf dem Rückweg nach Killarney der Aussichtspunkt Ladies View. Von Portmagee fahren im Sommer Boote zur Felseninsel Skellig Michael, die zum UNESCO-Welterbe gehört; die Plätze sind begrenzt und früh vergeben.




Tag 7–8: Cliffs of Moher, Burren und Galway
Über Limerick geht es nach Norden ins County Clare. Die Cliffs of Moher ragen bis zu 214 m senkrecht aus dem Atlantik; am Besucherzentrum beginnen Wege in beide Richtungen an der Kante entlang. Übernachtung in Doolin, wo in den Pubs fast jeden Abend traditionelle irische Musik gespielt wird.
Am achten Tag fährst du durch den Burren, eine kahle Kalksteinlandschaft mit dem Steingrab Poulnabrone, nach Galway. Die Studentenstadt hat das lebendigste Zentrum der Westküste: Straßenmusik in der Quay Street, kleine Pubs und der Spanish Arch am Fluss.
Tag 9–10: Connemara und zurück nach Dublin
Westlich von Galway beginnt Connemara – Moore, Seen und die Berge der Twelve Bens. Die Kylemore Abbey liegt am Ufer eines Sees vor bewaldetem Hang, gleich daneben beginnt der Connemara-Nationalpark mit dem Wanderweg auf den Diamond Hill. Übernachtung im Städtchen Clifden, von dem die Sky Road eine kurze Panoramarunde an der Küste dreht.
Der letzte Tag ist mit dreieinhalb Stunden reiner Fahrzeit der längste; ab Galway geht es fast durchgehend auf der Autobahn nach Dublin. Wer am Abend fliegt, gibt den Wagen direkt am Flughafen ab.

Beste Reisezeit für Irland
Mai bis September. Dann ist es am wärmsten, die Tage sind lang, und alle Besucherzentren und Bootsausflüge haben geöffnet. Mai und Juni sind oft etwas trockener als der Hochsommer. Regen gehört in Irland zu jeder Jahreszeit dazu, dafür wird es auch im Winter selten richtig kalt – die Westküste ist vom Golfstrom geprägt.
| Monat | Tag (Ø Höchstwert) | Nacht (Ø Tiefstwert) | Regen |
|---|---|---|---|
| Januar | 8,7 °C | 3,9 °C | 130 mm |
| Februar | 9,3 °C | 4,3 °C | 131 mm |
| März | 10,3 °C | 4,1 °C | 127 mm |
| April | 12,7 °C | 5,5 °C | 82 mm |
| Mai | 15,4 °C | 8,2 °C | 82 mm |
| Juni | 17,5 °C | 10,7 °C | 82 mm |
| Juli | 18,6 °C | 12,4 °C | 97 mm |
| August | 18,3 °C | 12,3 °C | 126 mm |
| September | 16,7 °C | 10,9 °C | 116 mm |
| Oktober | 14,0 °C | 8,8 °C | 123 mm |
| November | 10,8 °C | 6,3 °C | 128 mm |
| Dezember | 9,7 °C | 5,3 °C | 166 mm |
Klima in Killarney (Kerry): Mittel 2015–2024 aus der ERA5-Reanalyse (Open-Meteo), gerundet. Der Osten um Dublin ist deutlich trockener als der Westen.
Was du vor der Reise wissen musst
- Linksverkehr: In Irland fährst du links, im Kreisverkehr hast du Vorfahrt von rechts. Anders als in Großbritannien sind Entfernungen und Tempolimits in Kilometern angegeben.
- Straßen: Viele Landstraßen sind schmal und von Steinmauern oder Hecken gesäumt. Ein kleines Auto ist hier ein Vorteil.
- Maut: Die Ringautobahn M50 um Dublin hat eine Maut ohne Schranke, die per Kamera erfasst wird. Frag beim Vermieter, wie sie abgerechnet wird.
- Einreise: Irland gehört zur EU, aber nicht zum Schengen-Raum. Es gibt Passkontrollen; Personalausweis oder Identitätskarte reichen.
- Mobiles Internet und Geld: EU-Roaming gilt wie zu Hause, bezahlt wird in Euro. Eine eigene eSIM brauchst du nicht.
- Flug: Von Frankfurt nach Dublin dauert ein Direktflug ca. 2 Stunden.
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Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für eine Rundreise durch Irland?
Für die Runde Dublin – Kilkenny – Cork – Kerry – Cliffs of Moher – Galway – Connemara sind 10 Tage ideal. Mit 7 Tagen geht es auch, dann ohne Kinsale und Connemara. Wer zusätzlich die Halbinsel Dingle oder Nordirland sehen will, sollte 14 Tage einplanen.
Wann ist die beste Reisezeit für Irland?
Mai bis September. In Killarney liegt der Tageshöchstwert dann im Mittel zwischen 15 und 19 °C, und Mai und Juni gehören mit rund 80 mm Regen im Monat zu den trockeneren Monaten. Im Winter haben einige Sehenswürdigkeiten kürzere Öffnungszeiten.
Ist Autofahren in Irland schwierig?
Für die meisten nach ein bis zwei Tagen nicht mehr. Ungewohnt sind der Linksverkehr, das Schalten mit der linken Hand und die schmalen Landstraßen. Ein Automatikwagen und ein kleines Auto machen den Einstieg leichter.
In welche Richtung fährt man den Ring of Kerry?
Reisebusse fahren den Ring of Kerry gegen den Uhrzeigersinn, also von Killarney zuerst nach Westen Richtung Cahersiveen. Wer in dieselbe Richtung fährt, begegnet ihnen auf den engen Abschnitten nicht – starte früh, um nicht hinter ihnen zu fahren.
Brauche ich für Irland eine eSIM?
Nein. Irland gehört zur EU, dein Mobilfunktarif gilt dort wie zu Hause.
Quellen
- Fahrzeiten: OSRM-Routenberechnung auf Basis von OpenStreetMap-Daten – project-osrm.org
- Klima: Open-Meteo Historical Weather API (ERA5), Mittel 2015–2024 – open-meteo.com
- Skellig Michael: UNESCO-Welterbe – whc.unesco.org
- Maut auf der M50: eFlow – www.eflow.ie
- Reiseinformationen für Irland: Tourism Ireland – www.ireland.com
Mit KI-Unterstützung recherchiert und von der Redaktion geprüft. Preise, Öffnungszeiten und Wetter können sich ändern – bitte vor der Reise prüfen. YesTrip ist kein Reisebüro. Veröffentlicht: .
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