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Rundreise Marokko: Route für 12 Tage

Kurz gesagt

Die klassische 12-Tage-Rundreise durch Marokko führt von Marrakesch über den Hohen Atlas nach Aït-Ben-Haddou, durch die Dadès- und Todra-Schlucht in die Sahara bei Merzouga und weiter nach Fès und Chefchaouen – rund 1.200 km mit dem Mietwagen. Die längste Etappe ist Merzouga–Fès mit 460 km, aufgeteilt über Midelt. Beste Reisezeit sind März bis Mai und Oktober bis November.

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Der Ksar Aït-Ben-Haddou am Südrand des Hohen Atlas
Foto: Elena Tatiana Chis, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Marokko ist nur dreieinhalb Flugstunden entfernt und doch eine andere Welt: Medinas mit Souks, Lehmburgen in Flusstälern, Schluchten im Gebirge und Sanddünen am Rand der Sahara. Diese Route ist die klassische Runde von Marrakesch durch den Süden in den Norden. Sie ist auf einen Mietwagen ausgelegt, funktioniert aber genauso mit Auto und Fahrer oder – für den Wüstenteil – mit einer mehrtägigen Tour ab Marrakesch.

Die Route auf einen Blick

TagEtappeStreckeReine Fahrzeit
1–2Marrakesch––
3Marrakesch → Tizi n’Tichka → Aït-Ben-Haddou170 kmca. 3:20 h
4Aït-Ben-Haddou → Ouarzazate → Dadès-Tal (Boumalne)146 kmca. 2:55 h
5Dadès → Todra-Schlucht (Tinghir) → Merzouga244 kmca. 4:30 h
6Merzouga und die Dünen des Erg Chebbi––
7Merzouga → Midelt259 kmca. 4:30 h
8Midelt → Fès201 kmca. 3:45 h
9–10Fès––
11Fès → Chefchaouen195 kmca. 3:55 h
12Chefchaouen → Fès (Rückflug) oder weiter nach Rabat196 km / 246 kmca. 3:55 h / ca. 4:15 h

Fahrzeiten: Routenberechnung auf Basis von OpenStreetMap, ohne Pausen. Auf den Bergstraßen, hinter Lastwagen und mit Fotostopps solltest du rund ein Drittel mehr einplanen. Bis Chefchaouen sind es rund 1.200 km.

Die Route: von Marrakesch durch den Süden nach Fès, Chefchaouen und an die Küste
1234567891011
  1. Marrakesch
  2. Aït-Ben-Haddou
  3. Ouarzazate
  4. Dadès
  5. Todra
  6. Merzouga
  7. Midelt
  8. Fès
  9. Chefchaouen
  10. Rabat
  11. Casablanca

Kartengrundlage: Natural Earth

Wenn du nicht nach Marrakesch zurückwillst, buche einen Gabelflug: hin nach Marrakesch, zurück ab Fès oder Casablanca. Für einen Mietwagen, den du an einem anderen Ort zurückgibst, verlangen die Vermieter meist einen Aufschlag.

Tag 1–2: Marrakesch

Marrakesch ist der Startpunkt mit den meisten Flügen. Das Herz der Stadt ist der Platz Jemaa el-Fna: tagsüber Saftstände und Schlangenbeschwörer, abends Garküchen, Musiker und Erzähler. Von hier ziehen sich die Souks nach Norden. Sehenswert sind außerdem die Koutoubia-Moschee, deren Minarett du von überall siehst, der Bahia-Palast, die Saadier-Gräber und der Jardin Majorelle mit seinem leuchtenden Blau. Den Mietwagen holst du am besten erst am dritten Tag ab – in der Medina brauchst du ihn nicht.

Der Platz Jemaa el-Fna in Marrakesch am Abend
Der Platz Jemaa el-Fna in Marrakesch am Abend · Foto: Herokk, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Reiseplan MarrakeschTag für Tag, mit Karte und Tipps

Tag 3: Über den Hohen Atlas nach Aït-Ben-Haddou

Die Straße nach Süden führt über den Pass Tizi n’Tichka, über 2.200 m hoch. Die Strecke ist gut ausgebaut, aber kurvig – im Winter kann oben Schnee liegen. Hinter dem Pass ändert sich die Landschaft: rote Erde, Oasen, Lehmdörfer. Aït-Ben-Haddou ist ein befestigtes Dorf (Ksar) aus Stampflehm am Hang über einem Fluss, UNESCO-Welterbe und Kulisse vieler Filme. Übernachte hier oder in der Nähe – am Abend und früh am Morgen hast du den Ksar fast für dich.

Serpentinen am Pass Tizi n’Tichka im Hohen Atlas
Serpentinen am Pass Tizi n’Tichka im Hohen Atlas · Foto: Ingo Mehling, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Tag 4–5: Ouarzazate, Dadès- und Todra-Schlucht

Über Ouarzazate mit seinen Filmstudios und der Kasbah Taourirt geht es auf der „Straße der Kasbahs“ nach Osten. Im Dadès-Tal fährst du am Nachmittag ein Stück in die Schlucht hinein, wo sich die Straße in engen Kehren nach oben windet. Am nächsten Morgen liegt die Todra-Schlucht bei Tinghir auf dem Weg: Ihre Felswände stehen an der engsten Stelle nur wenige Meter auseinander und sind über hundert Meter hoch. Danach sind es noch gut drei Stunden bis Merzouga.

Die Dadès-Schlucht im Süden Marokkos
Die Dadès-Schlucht im Süden MarokkosFoto: Nawfal Kharbach, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Morgens in der Todra-Schlucht
Morgens in der Todra-SchluchtFoto: Bjørn Christian Tørrissen, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Die Dünen des Erg Chebbi bei Merzouga
Die Dünen des Erg Chebbi bei MerzougaFoto: Bjørn Christian Tørrissen, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Die Gerberei Chouara in der Medina von Fès
Die Gerberei Chouara in der Medina von FèsFoto: Houssain tork, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Tag 5–6: Merzouga und die Sahara

Bei Merzouga erhebt sich der Erg Chebbi, ein Dünenfeld mit Sanddünen von über hundert Metern Höhe. Die meisten Besucher reiten am späten Nachmittag mit Dromedaren oder fahren im Geländewagen zu einem Zeltcamp in den Dünen, schauen den Sonnenuntergang von einem Dünenkamm an und übernachten unter dem Sternenhimmel. Plane zwei Nächte in der Gegend ein, damit die lange Fahrt nicht direkt auf die kurze Nacht folgt. Im Winter wird es in der Wüste nachts kalt – im Januar im Mittel nur 3,8 °C.

Tag 7–8: Über Midelt nach Fès

Von Merzouga nach Fès sind es 460 km und gut acht Stunden reine Fahrzeit – zu viel für einen Tag. Teile die Strecke mit einer Nacht in Midelt am Fuß des Mittleren Atlas. Am zweiten Tag führt die Straße durch Zedernwälder und über die Hochebene bei Ifrane, ein Bergstädtchen mit Häusern im europäischen Stil.

Tag 9–10: Fès

Die Altstadt Fès el-Bali ist eine der größten mittelalterlichen Medinas der Welt und weitgehend autofrei – Waren werden mit Eseln und Handkarren transportiert. In den unzähligen Gassen verläuft man sich leicht; für den ersten Tag lohnt ein offizieller Stadtführer. Von den Dachterrassen rund um die Gerberei Chouara siehst du in die Becken, in denen Leder wie seit Jahrhunderten gefärbt wird. Sehenswert sind außerdem die Medersa Bou Inania und die Universität al-Qarawiyyin, die als eine der ältesten der Welt gilt (von innen nur für Muslime zugänglich).

Tag 11–12: Chefchaouen

Im Rif-Gebirge liegt Chefchaouen, die „blaue Stadt“: Die Häuser der Medina sind in allen Blautönen gestrichen. Der Ort ist ruhiger als Fès und ideal für einen langsamen Tag mit Spaziergang zur Spanischen Moschee auf dem Hügel zum Sonnenuntergang. Von hier fährst du zurück nach Fès (196 km) zum Rückflug oder hängst ein bis zwei Tage an der Atlantikküste an: Über Rabat, die Hauptstadt, geht es nach Casablanca mit der Moschee Hassan II. direkt am Meer (246 km und 90 km).

Chefchaouen im Rif-Gebirge am Abend
Chefchaouen im Rif-Gebirge am Abend · Foto: Badr Rachadi, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wetter im Jahresverlauf

MonatMarrakesch TagMarrakesch NachtMerzouga TagMerzouga NachtFès Regen
Jan19,7 °C5,3 °C17,9 °C3,8 °C52 mm
Feb21,3 °C6,9 °C20,1 °C6,6 °C50 mm
Mär23,2 °C8,7 °C24,3 °C10,6 °C83 mm
Apr26,1 °C11,7 °C29,2 °C15,4 °C61 mm
Mai30,4 °C14,9 °C33,4 °C19,8 °C41 mm
Jun33,1 °C17,4 °C37,9 °C24,0 °C10 mm
Jul38,5 °C20,9 °C41,8 °C27,9 °C2 mm
Aug38,1 °C21,4 °C40,4 °C27,2 °C6 mm
Sep33,1 °C18,3 °C35,2 °C22,3 °C18 mm
Okt29,6 °C15,3 °C29,1 °C16,4 °C47 mm
Nov24,1 °C10,0 °C22,9 °C9,8 °C45 mm
Dez21,0 °C6,9 °C18,5 °C5,2 °C50 mm
Marrakesch: Tageshöchstwert (Balken) und Nachttiefstwert (Linienanfang)
0510152025303540Jan19,7Feb21,3Mär23,2Apr26,1Mai30,4Jun33,1Jul38,5Aug38,1Sep33,1Okt29,6Nov24,1Dez21°C
Merzouga am Rand der Sahara: Tageshöchstwert und Nachttiefstwert
01020304050Jan17,9Feb20,1Mär24,3Apr29,2Mai33,4Jun37,9Jul41,8Aug40,4Sep35,2Okt29,1Nov22,9Dez18,5°C

Temperaturen und Regen: Monatsmittel 2015–2024 aus der ERA5-Reanalyse (Open-Meteo), gerundet. Die Werte gelten für ein Gitterfeld von rund 25 km.

Beste Reisezeit für die Rundreise

Am besten sind März bis Mai und Oktober bis November. Dann ist es in Marrakesch mit 23 bis 30 °C am Tag angenehm, und auch in der Wüste bei Merzouga bleibt es meist unter 30 °C – nur im Mai wird es dort mit 33,4 °C schon heiß. Im Sommer ist die Route anstrengend: Im Juli werden in Merzouga im Mittel 41,8 °C erreicht, in Marrakesch 38,5 °C. Im Winter sind die Tage mit rund 18 bis 21 °C mild, die Nächte in der Wüste aber kalt, und am Atlas-Pass kann Schnee liegen. In Fès und im Norden regnet es am meisten von November bis April, im März im Mittel 83 mm.

So hilft dir YesTrip bei dieser Reise

In YesTrip legst du die Rundreise mit allen Stationen an. Für Marrakesch gibt es einen fertigen Stadtplan mit Medina, Souks, Palästen und Gärten, den du übernehmen kannst; für Fès, Chefchaouen und die Orte im Süden erstellt dir die KI einen Tagesplan. Die Wettervorhersage gilt für deine Reisetage – wichtig, weil zwischen Wüste und Gebirge große Unterschiede liegen. Die Packliste denkt an warme Kleidung für die Nacht in der Wüste. Reist ihr zu mehreren, teilt ihr die Reise und rechnet gemeinsame Ausgaben ab. Die Karte funktioniert auch offline – praktisch in den Medinas und in Gegenden ohne Netz.

Was du vor der Reise wissen musst

  • Einreise: Deutsche Staatsangehörige brauchen für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tage kein Visum, der Reisepass muss gültig sein. Die aktuellen Regeln stehen beim Auswärtigen Amt.
  • Autofahren: Rechtsverkehr. Rechne mit Polizeikontrollen und Geschwindigkeitsmessungen, mit Eselskarren, Fußgängern und Tieren auf der Straße. Fahre nach Möglichkeit nicht im Dunkeln.
  • Strom: 220 Volt, Eurostecker passen.
  • Kleidung: Schultern und Knie bedecken, besonders außerhalb von Marrakesch und auf dem Land.
  • Mobiles Internet: Marokko liegt außerhalb der EU, Roaming ist teuer. Eine Reise-eSIM hilft bei der Navigation.

Kostenlos

Plan deine Reise in 30 Sekunden.

Sag YesTrip, wohin und wann – die App plant Tag für Tag mit echten Orten auf der Karte, zeigt das Wetter, teilt Kosten mit Mitreisenden und führt dich unterwegs zum nächsten Stopp.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für eine Rundreise durch Marokko?

Für Marrakesch, den Süden mit der Sahara bei Merzouga, Fès und Chefchaouen sind 10 bis 12 Tage ideal. Mit einer Woche konzentrierst du dich besser auf Marrakesch und eine dreitägige Wüstentour. Für die Atlantikküste mit Essaouira oder Rabat und Casablanca brauchst du zwei bis drei Tage mehr.

Kann man in Marokko selbst Auto fahren?

Ja. Die Hauptstraßen dieser Route sind asphaltiert und gut ausgeschildert, es gilt Rechtsverkehr. Plane mehr Zeit ein als die reine Fahrzeit, fahre nicht nachts und rechne mit Polizeikontrollen. In den Medinas von Marrakesch und Fès brauchst du kein Auto – parke außerhalb.

Wie weit ist es von Marrakesch in die Sahara?

Von Marrakesch nach Merzouga sind es auf dieser Route rund 560 km mit gut zehn Stunden reiner Fahrzeit. Deshalb teilt die Route die Strecke auf drei Tage mit Stopps in Aït-Ben-Haddou und im Dadès-Tal. Näher an Marrakesch liegen die kleineren Dünen bei Zagora.

Wann ist die beste Reisezeit für Marokko?

März bis Mai und Oktober bis November. Dann ist es in Marrakesch tagsüber 23 bis 30 °C warm und in der Wüste nicht zu heiß. Im Juli erreicht Merzouga im Mittel 41,8 °C, im Januar sinken die Nächte dort auf 3,8 °C.

Braucht man für Marokko ein Visum?

Deutsche Staatsangehörige brauchen für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tage kein Visum, nur einen gültigen Reisepass. Die aktuellen Bestimmungen stehen beim Auswärtigen Amt.

Quellen

  • Fahrzeiten: OSRM-Routenberechnung auf Basis von OpenStreetMap-Daten – project-osrm.org
  • Klimadaten: ERA5-Reanalyse über Open-Meteo, Monatsmittel 2015–2024 – open-meteo.com
  • Einreise nach Marokko: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts – www.auswaertiges-amt.de

Mit KI-Unterstützung recherchiert und von der Redaktion geprüft. Preise, Öffnungszeiten und Wetter können sich ändern – bitte vor der Reise prüfen. YesTrip ist kein Reisebüro. Veröffentlicht: .

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