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Rundreise Island: Ringstraße in 12 Tagen

Kurz gesagt

Die klassische Island-Rundreise folgt in 12 Tagen der Ringstraße ab Reykjavík: Golden Circle, Südküste mit Skógafoss und Vík, Gletscherlagune Jökulsárlón, Ostfjorde, Mývatn, Akureyri und zum Schluss Snæfellsnes – rund 1.780 km mit dem Mietwagen. Keine Etappe dauert mehr als 4,5 Stunden reine Fahrzeit. Beste Reisezeit ist Juni bis August mit im Mittel 11 bis 14 °C in Reykjavík.

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Eisberge in der Gletscherlagune Jökulsárlón im Südosten Islands
Foto: Jakub Hałun, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Island ist wie gemacht für eine Rundreise: Die Ringstraße, die Route 1, führt einmal um die ganze Insel, und an ihr liegen fast alle bekannten Orte – Wasserfälle, schwarze Strände, Gletscher, Vulkanlandschaften. Diese Route nimmt sich dafür 12 Tage, startet und endet in Reykjavík und hängt am Ende die Halbinsel Snæfellsnes an. Wer weniger Zeit hat, findet weiter unten eine 10- und eine 7-Tage-Variante.

Die Route auf einen Blick

TagEtappeStreckeReine Fahrzeit
1–2Reykjavík––
3Reykjavík → Þingvellir → Geysir → Gullfoss → Selfoss188 kmca. 3:00 h
4Selfoss → Seljalandsfoss → Skógafoss → Vík135 kmca. 2:05 h
5Vík → Skaftafell140 kmca. 2:00 h
6Skaftafell → Jökulsárlón → Höfn126 kmca. 2:15 h
7Höfn → Ostfjorde → Egilsstaðir247 kmca. 3:40 h
8Egilsstaðir → Dettifoss → Mývatn230 kmca. 3:25 h
9Mývatn → Goðafoss → Akureyri86 kmca. 1:20 h
10Akureyri → Borgarnes307 kmca. 4:25 h
11Borgarnes → Kirkjufell → Stykkishólmur143 kmca. 2:05 h
12Stykkishólmur → Reykjavík173 kmca. 2:35 h

Fahrzeiten: Routenberechnung auf Basis von OpenStreetMap, ohne Pausen. Mit Fotostopps, Wind und Baustellen solltest du rund ein Drittel mehr einplanen. Von Reykjavík zum Flughafen Keflavík sind es noch einmal 47 km, ca. 0:45 h.

Die Route: rund 1.780 km ab und bis Reykjavík
1234567891011121314151617
  1. Reykjavík
  2. Þingvellir
  3. Geysir
  4. Gullfoss
  5. Selfoss
  6. Skógafoss
  7. Vík
  8. Skaftafell
  9. Jökulsárlón
  10. Höfn
  11. Egilsstaðir
  12. Dettifoss
  13. Mývatn
  14. Akureyri
  15. Borgarnes
  16. Kirkjufell
  17. Stykkishólmur

Kartengrundlage: Natural Earth

Tag 1–2: Reykjavík

Die Hauptstadt ist klein, gut zu Fuß zu erkunden und der natürliche Start. Von der Kirche Hallgrímskirkja siehst du über die bunten Dächer bis zum Meer, am Hafen liegt das Konzerthaus Harpa. Für den zweiten Tag bieten sich eine Walbeobachtung ab dem alten Hafen oder ein Bad in einer der Thermalquellen an. Den Mietwagen holst du am besten erst am dritten Tag ab – in der Stadt brauchst du ihn nicht.

Tag 3: Golden Circle

Der Golden Circle ist die bekannteste Tagesrunde Islands und liegt ideal am Anfang der Ringstraße. Im Nationalpark Þingvellir stehen die Bruchkanten zwischen Nordamerikanischer und Eurasischer Platte offen in der Landschaft, hier tagte ab dem Jahr 930 das isländische Parlament. Eine knappe Stunde weiter springt im Geothermalgebiet von Geysir der Strokkur alle paar Minuten in die Höhe. Zehn Minuten danach stürzt der Gullfoss in zwei Stufen in eine Schlucht. Übernachtung in Selfoss oder Umgebung, damit der nächste Tag an der Südküste früh beginnt.

Die Bruchkanten im Nationalpark Þingvellir
Die Bruchkanten im Nationalpark Þingvellir · Foto: Jakub Hałun, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Tag 4–5: Südküste bis Vík und Skaftafell

Die Südküste ist der Abschnitt mit der höchsten Dichte an Fotomotiven. Hinter den Seljalandsfoss kannst du auf einem Pfad gehen, der Skógafoss fällt breit und laut über eine alte Küstenlinie. Kurz vor Vík liegt der schwarze Strand Reynisfjara mit Basaltsäulen und den Felsnadeln im Meer. Hier ist Vorsicht wichtig: Die sogenannten Sneaker Waves laufen unerwartet weit den Strand hinauf – halte deutlichen Abstand zum Wasser.

Am fünften Tag geht es durch das Lavafeld Eldhraun und über weite Sanderflächen nach Skaftafell am Rand des Vatnajökull, des größten Gletschers Islands. Von hier führen markierte Wege zum Wasserfall Svartifoss und zu Aussichtspunkten auf die Gletscherzunge.

Der Strokkur im Geothermalgebiet Geysir
Der Strokkur im Geothermalgebiet GeysirFoto: Jakub Hałun, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Seljalandsfoss
SeljalandsfossFoto: Jakub Hałun, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons
Skógafoss
SkógafossFoto: Didier Trécherel, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Reynisfjara bei Vík
Reynisfjara bei VíkFoto: Jakub Hałun, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Tag 6–7: Jökulsárlón, Höfn und die Ostfjorde

Die Gletscherlagune Jökulsárlón ist für viele der Höhepunkt der Reise: Eisberge brechen vom Gletscher ab, treiben durch die Lagune und landen am gegenüberliegenden Strand, dem sogenannten Diamond Beach. Plane hier mindestens zwei Stunden ein. Übernachtung im Hafenort Höfn.

Danach wird es ruhiger. Die Ringstraße folgt der Küste durch die Ostfjorde mit kleinen Fischerdörfern wie Djúpivogur und Fáskrúðsfjörður nach Egilsstaðir. Unser Routenrechner nennt dafür 247 km. Eine Abkürzung über den Pass Öxi spart rund 60 km, ist aber eine steile Schotterstraße, die nur im Sommer befahrbar ist – mit einem normalen Mietwagen ist die Küstenstraße die entspanntere Wahl.

Tag 8–9: Dettifoss, Mývatn und Akureyri

Im Nordosten liegt der Dettifoss, einer der mächtigsten Wasserfälle Europas, in einer grauen Canyonlandschaft. Weiter westlich wartet die Region um den See Mývatn: dampfende Schlammtöpfe am Námafjall, Pseudokrater, Lavaformationen und ein Naturbad, das ruhiger ist als die Blaue Lagune. Am neunten Tag geht es am Goðafoss vorbei nach Akureyri, der größten Stadt im Norden, mit Botanischem Garten und Ausflugsbooten zur Walbeobachtung im Eyjafjörður.

Der Dettifoss im Nordosten Islands
Der Dettifoss im Nordosten Islands · Foto: Jakub Hałun, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Tag 10–12: Snæfellsnes und zurück nach Reykjavík

Die Etappe von Akureyri über die Hochebene Holtavörðuheiði nach Borgarnes ist mit gut viereinhalb Stunden reiner Fahrt die längste der Reise. Am elften Tag erkundest du die Halbinsel Snæfellsnes, oft „Island im Kleinen“ genannt: der Berg Kirkjufell bei Grundarfjörður, Lavaküsten und am Westende der Gletschervulkan Snæfellsjökull. Übernachtung im Hafenstädtchen Stykkishólmur, am letzten Tag sind es gut zweieinhalb Stunden zurück nach Reykjavík.

Der Kirkjufell auf der Halbinsel Snæfellsnes
Der Kirkjufell auf der Halbinsel Snæfellsnes · Foto: Jakub Hałun, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Kürzere Varianten: 10 oder 7 Tage

10 Tage: Lass Snæfellsnes weg und fahr von Akureyri direkt nach Reykjavík – das sind 381 km, ca. 5:35 h reine Fahrzeit. Alle anderen Etappen bleiben gleich.

7 Tage: Verzichte auf den Ring und fahr nur Golden Circle und Südküste bis Jökulsárlón, mit zwei Nächten in Reykjavík. Der Rückweg von der Gletscherlagune nach Reykjavík ist mit 378 km, ca. 5:40 h, lang – teile ihn mit einer Nacht in Vík oder Selfoss.

Beste Reisezeit für die Ringstraße

Die Ringstraße ist das ganze Jahr geöffnet, aber nur im Sommer wirklich planbar. Im Juni und Juli wird es fast nicht dunkel, das Wetter ist am stabilsten, und die meisten Unterkünfte und Ausflüge haben geöffnet. Von September bis April stehen die Chancen auf Nordlichter gut, dafür sind die Tage kurz und Stürme oder Schnee können einzelne Abschnitte sperren. Im Winter solltest du den Ring nur mit Erfahrung auf Schnee und mit Pufferzeit fahren.

MonatTag (Ø Höchstwert)Nacht (Ø Tiefstwert)Regen
Januar1,6 °C-2,9 °C152 mm
Februar2,0 °C-2,6 °C151 mm
März3,1 °C-1,5 °C133 mm
April6,2 °C1,0 °C132 mm
Mai8,7 °C3,7 °C122 mm
Juni11,5 °C6,8 °C94 mm
Juli13,5 °C8,7 °C85 mm
August13,1 °C8,3 °C105 mm
September10,3 °C5,9 °C137 mm
Oktober6,8 °C2,8 °C158 mm
November3,9 °C0,2 °C129 mm
Dezember1,6 °C-2,5 °C135 mm

Klima in Reykjavík: Mittel 2015–2024 aus der ERA5-Reanalyse (Open-Meteo), gerundet. Im Norden um Akureyri sind die Sommer oft etwas trockener, im Südosten am Vatnajökull nasser.

Reykjavík: Tageshöchstwert (Balken) und Nachttiefstwert (Linienanfang)
051015Januar1,6Februar2März3,1April6,2Mai8,7Juni11,5Juli13,5August13,1September10,3Oktober6,8November3,9Dezember1,6°C

Was du vor der Reise wissen musst

  • Einreise: Island gehört zum Schengen-Raum. Für Deutsche, Österreicher und Schweizer reicht der Personalausweis oder die Identitätskarte.
  • Mobiles Internet: Island ist Teil des Europäischen Wirtschaftsraums – EU-Roaming gilt dort wie zu Hause. Eine eigene eSIM brauchst du nicht.
  • Fahren: Außerorts gilt auf Asphalt meist 90 km/h, auf Schotter 80 km/h. Fahren abseits der Straßen ist streng verboten. Viele Brücken auf der Ringstraße sind einspurig – wer zuerst da ist, fährt zuerst.
  • Straßenzustand und Wetter: Prüfe jeden Morgen die offizielle Straßenkarte auf road.is und die Wetterwarnungen auf vedur.is. Sperrungen wegen Wind sind kein Ausnahmefall.
  • Unterkünfte: Entlang der Südküste und am Mývatn gibt es wenige Betten. Buche sie für den Sommer früh, am besten zuerst.
  • Flug: Von Frankfurt nach Keflavík dauert ein Direktflug ca. 3,5 Stunden.

So hilft dir YesTrip bei dieser Reise

Leg in YesTrip eine Reise mit den Stationen dieser Route an: Die App zeigt dir alle Orte auf der Karte, erstellt mit der KI einen Tagesplan für die Stopps unterwegs und zeigt das Wetter für deine Reisetage. Die Packliste schlägt Kleidung passend zur Vorhersage vor – in Island heißt das fast immer Regenjacke und Mütze, auch im Juli. Die Offline-Karte hilft in den Ostfjorden und im Norden, wo der Empfang lückenhaft ist, und wer mit Freunden fährt, teilt Reise und Ausgaben in der App. Für die ersten Tage gibt es unseren fertigen Plan für Reykjavík.

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Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für die Ringstraße in Island?

Für die komplette Ringstraße mit den wichtigsten Stopps solltest du mindestens 10 Tage einplanen, besser 12. Dann fährst du an keinem Tag mehr als rund 4,5 Stunden. Mit nur 7 Tagen ist eine Runde aus Golden Circle und Südküste bis zur Gletscherlagune Jökulsárlón entspannter als der ganze Ring.

Wie lang ist die Ringstraße in Island?

Die Route 1 ist rund 1.300 km lang. Mit den Abstechern zu Golden Circle, Dettifoss und der Halbinsel Snæfellsnes kommt diese Route auf rund 1.780 km reine Fahrstrecke.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Rundreise durch Island?

Juni bis August. Dann ist es mit im Mittel 11 bis 14 °C am Tag in Reykjavík am wärmsten, es wird kaum dunkel, und alle Straßen der Ringstraße sind normalerweise frei. Für Nordlichter sind September bis April besser, dann musst du aber mit kurzen Tagen und Straßensperrungen rechnen.

Braucht man für Island einen Allradwagen?

Für die Ringstraße und die Abstecher auf dieser Route nicht – sie sind asphaltiert. Einen Allradwagen brauchst du für die Hochlandpisten, die sogenannten F-Straßen, die nur im Sommer geöffnet sind, und im Winter ist er wegen Schnee und Eis empfehlenswert.

Brauche ich in Island eine eSIM?

Nein. Island gehört zum Europäischen Wirtschaftsraum, deshalb gilt dein EU-Roaming dort wie zu Hause. Prüfe nur, ob dein Tarif Island ausdrücklich einschließt.

Quellen

  • Fahrzeiten: OSRM-Routenberechnung auf Basis von OpenStreetMap-Daten – project-osrm.org
  • Klima: Open-Meteo Historical Weather API (ERA5), Mittel 2015–2024 – open-meteo.com
  • Straßenzustand und Sperrungen: Vegagerðin (isländische Straßenverwaltung) – www.road.is
  • Wetterwarnungen: Veðurstofa Íslands – en.vedur.is
  • Sicherheitshinweise für Reisende: Safetravel – safetravel.is

Mit KI-Unterstützung recherchiert und von der Redaktion geprüft. Preise, Öffnungszeiten und Wetter können sich ändern – bitte vor der Reise prüfen. YesTrip ist kein Reisebüro. Veröffentlicht: .

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